Wie plane ich meine Hochzeit?
Für viele Leute ist die eigene Hochzeit das die erste Gelegenheit, ein offizielles Ereignis für viele Leute zu organisieren. Natürlich können Sie die Hochzeitsvorbereitung einem professionellen Heiratsplaner übergeben, aber selbst zu organisieren ist oft finanziell günstiger und macht auch Vergnügen. Natürlich kostet es eine Menge Zeit, aber sie planen ja für Ihr ganzes Leben verheiratet zu sein, Zeit haben Sie also genug.
Am Anfang der Planung sieht das aus wie ein riesiger Haufen Arbeit, zu welchem alle Gebrauchsanweisungen geheim sind: bei anderen Leuten sieht es ganz einfach aus, aber selbst hat man keine Ahnung, wie das geht. Bitte beachten Sie den ersten Grundsatz der Organisation:
Keine Panik! Das haben viel dümmere Leute auch bereits geschafft.
Zunächst kaufen Sie zwei hübsche Blumensträuße und drei Flaschen eines angenehmen Getränks. Mit einer feiern Sie zu zweit Ihre Verlobung: Viel Vergnügen! Eventuell stecken Sie sich bei dieser Gelegenheit Verlobungsringe an. Die beiden anderen Flaschen sind jeweils bei den zukünftigen Schwiegereltern zu leeren, die Schwiegermütter bekommen dabei Blümchen und Sie geben Ihre Verlobung bekannt. Förmlich bei den Eltern um die Hand einer Tochter anzuhalten ist nicht mehr üblich, aber viele Eltern sind gerührt wenn man es trotzdem tut.
Ab jetzt haben Sie Verbündete bei der Planung.
Als Nächstes legen Sie Ihren Wunschtermin für die Hochzeit fest und stellen einen Zeitplan für die Vorbereitung auf. Ein Jahr Vorlaufzeit ist reichlich bemessen, 6 Monate sind gut ausreichend, 3 Monate sind sehr knapp, weniger Planungszeit wird Sie zu Kompromissen und Improvisationen zwingen. Der hier geschilderte Ablauf geht von einem halben Jahr Vorbereitungszeit aus.
Noch 6 Monate:
Auch ein Budget für die Hochzeit sollten Sie festlegen. Meist geben die Eltern finanzielle Hilfe, und oft wird das Fest dann doch teurer als geplant: Ihr offizielles Budget sollte kleiner sein als die Summe, die Sie wirklich ausgeben können, ohne anschließend arm zu sein.
Ihr Standesamt hat eine kleine Broschüre für sie, worin steht, welche Papiere Sie brauchen. Fangen Sie sofort an, die Papiere zu sammeln, und prüfen Sie ob Ihre Ausweise noch gültig sind. Haben Sie alles beisammen, dann können Sie Ihre Hochzeit beim Standesamt anmelden, wobei diese Anmeldung nicht mehr als 6 Monate vor dem Hochzeitstermin liegen darf.
Sie haben sicherlich schon gegenseitig erzählt, was für ein Fest Sie sich wünschen. Es gibt so viele Möglichkeiten – Polterhochzeit, Ambientetrauungen, die Feier auf einem Schiff oder ein Ball im Schloßhotel... Ab jetzt müssen Sie dabei konkret werden:
Besprechen Sie jeden Planungsschritt mit Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin.
Die Hochzeit soll Ihnen beiden gefallen!
Suchen Sie zunächst die Lokalitäten aus, wo Sie feiern möchten. Besuchen Sie mehrere, schauen Sie die Tanzfläche an und die Breite der Toilettentüren, falls die Braut Reifröcke liebt. Essen Sie, was die Speisekarte hergibt. Erst, wenn Ihnen der Ort wirklich gefällt, fragen Sie danach, ob Ihr Wunschtermin frei ist und was die Buchung kostet. Fragen Sie auch nach Übernachtungsmöglichkeiten, einer Musikanlage, der Empfindlichkeit der Nachbarn und ob das anschließende Putzen im Preis inbegriffen ist. Dann bitten Sie um 14 Tage Bedenkzeit und sehen sich die Alternativen an.
Gleichzeitig entscheiden Sie, ob sie kirchlich getraut werden möchten. Rufen Sie das Gemeindebüro Ihrer Kirche an und fragen nach, ob Ihr Wunschtermin überhaupt frei ist. Besonders schöne Kirchen haben oft lange Wartelisten oder die Regelung, daß nur Gemeindemitglieder dort heiraten dürfen. Üblicherweise werden Sie zu mindestens einem Gespräch eingeladen. Nehmen Sie sich unbedingt die Zeit dafür, das Gespräch dreht sich meist nach ein paar Anfangsfragen um Ihre Partnerschaft und um die Gestaltung Ihrer Trauung, und sie erfahren auch, welche Papiere Sie für eine gültige Trauung vorlegen müssen.
Noch 5 Monate
Sie haben gebucht, wann und wo Sie heiraten werden? Gut: beantragen Sie Urlaub, am besten gleich mit für die Hochzeitsreise. Wenn Sie erzählen, wofür Sie den Urlaub brauchen, werden Ihre Kollegen versuchen, die freie Zeit zu ermöglichen.
Wünschen Sie sich etwas Bestimmtes zur Hochzeit? Besprechen Sie untereinander Ihre Wünsche. Viele Geschäfte stellen gern mit Ihnen einen Geschenktisch zusammen, von dem die liebende Verwandtschaft dann etwas aussuchen und verschenken kann. Am besten benennen Sie aus Ihrem Freundes- und Familienkreis einen Wunschbeauftragten, den alle fragen dürfen. Diesen schreiben Sie mit auf die Einladungskarten, zu denen wir gleich kommen.
Vorher steht die Entscheidung an, was für Musik sie während des Festes zu hören wünschen. Haben Sie gute Musiker im Freundeskreis? Wenn nicht, dann sind Künstleragenturen oft eine gute Adresse. Viele vermitteln auch eine Musik- und Lichtanlage, Clowns und Jongleure, die nachmittags die anwesenden Kinder unterhalten oder Feuerwerk für den Abend.
Anschließend stellen Sie eine Gästeliste auf. Am besten schreiben Sie alle auf, die Sie gern dabei hätten, außerdem alle, denen Sie verpflichtet sind und auch diejenigen, die beleidigt wären wenn sie nicht kommen dürften. Fragen Sie Ihre Eltern und Freunde, ob jemand vergessen wurde. Dann kürzen Sie die Liste, bis die Zahl erreicht ist, die Sie gern hätten (alle müssen in die Kirche und in das Festlokal passen!).
Noch 4 Monate
Diese Leute bekommen Einladungskarten für das ganze Fest (bestellen Sie bei derselben Druckerei die Heiratsanzeigen, Tischkarten, Festmenü-Karten, das Programmheft für die Trauung und Danksagungskarten gleich mit!). Schreiben Sie unbedingt mit darauf, bis wann zu- oder abgesagt werden soll. Alle von der Einladungsliste gestrichenen können Sie zum Traugottesdienst oder Standesamt mit anschließendem Sektempfang einladen oder ihnen eine Heiratsanzeige schicken.
Haben Sie nicht genügend Schlafplätze für Ihre Gäste, dann ist es angenehm, wenn Sie der Einladung eine Liste mit Hotels und Pensionen unterschiedlicher Preisklassen beilegen mit der Bitte, selbst zu buchen. Auf die Art überfordern Sie niemanden finanziell, müssen aber nicht für alles selbst aufkommen.
Wenn die Einladungen draußen sind, haben Sie Zeit für Sich: sicherlich haben Sie unterwegs schon viel nach Kleidung und Ringen geschaut. Jetzt müssen Sie Ihr Brautkleid bestellen. Nehmen Sie Ihre beste Freundin zur Anprobe mit und bedenken Sie beim Anprobieren, daß Sie dieses Kleid bis spät in die Nacht tragen werden: Sie müssen darin tanzen können, es muß bequem sein und Platz bieten für Festessen und Torte, soll aber gleichzeitig zeigen, wie schön Sie sind. Sie finden sich nicht schön? Lassen Sie sich ausgiebig (ohne Brautkleid!) von Ihrem Partner betrachten und stellen sich später beim Anprobieren seinen Blick vor. Sehen Sie? Lassen Sie sich Stoffproben Ihres Kleides mitgeben, damit nachher alles andere zum Brautkleid paßt.
Die Brautschuhe müssen den gleichen Anforderungen genügen wie das Brautkleid: sie müssen gut aussehen und Ihnen erlauben, bis weit in die Nacht zu feiern und zu tanzen. Außerdem sollten Sie in Farbe und Textur zum Kleid passen. Achten Sie besonders auf die Schuhsohlen: für eine Polterhochzeit auf Steinboden oder das Festzelt auf der Wiese dürfen die Sohlen robust sein, für einen Ballsaal sind Tanzsportschuhe mit Wildledersohlen am besten geeignet. Tragen Sie die Schuhe daheim vorsichtig ein, dann gibt es bei der Hochzeit keine Fußschmerzen.
Eine passende Handtasche brauchen Sie unbedingt, groß genug für etwas Make-up, zwei Taschentücher, Kopfschmerztabletten und die Ersatzstrumpfhose. Und da Sie gerade beim Einkaufen sind: schöne Dessous dürfen nicht fehlen, eben so wenig wie Strümpfe oder Strumpfhosen.
Kaufen Sie die Dessous doppelt: einmal für die Hochzeit und einmal für die Flitterwochen. Viele Paare sind in der Hochzeitsnacht vom Feiern so erschöpft, daß sie einfach nur schlafen – alles andere holt man auf der Reise nach!
Ist der Urlaub inzwischen genehmigt? Buchen Sie die Hochzeitsreise und vergessen Sie eventuelle Impfungen nicht. Exotische Reiseziele sind oft nur mit einem Visum erreichbar, Ihr Reiseveranstalter sollte alles Nötige wissen.
Noch 3 Monate
Jetzt muß der Anzug des Bräutigams bestellt werden. Nehmen Sie eine Stoffprobe des Brautkleides mit, die Stoffe sollten zusammen gut aussehen. Als Begleitung zur Anprobe sollte entweder eine Frau oder ein schwuler Mann mitkommen, denn gute Anzüge können richtig sexy aussehen und diese Qualität nimmt der beste Freund oft nicht wahr.
Jeder Bräutigam braucht mindestens zwei Hemden zum Anzug: irgendwann im Lauf des Tages wird das erste Hemd durchgeschwitzt sein. Außerdem gehört natürlich, je nach Anzug, eine Fliege oder Krawatte dazu. Und auch Bräute freuen sich, wenn schöne Dessous auszupacken sind!
Für die Schuhe des Bräutigams gibt es nur sehr allgemeine Regeln. Die Schuhe sollten dem Bräutigam passen, zum Anzug gut aussehen und den Anforderungen des Festes gewachsen sein: rutsch- und wasserfeste Sohlen für die Feier im Park oder auf dem Schiff, Glattledersohlen für Steinboden oder Fliesen, Wildledersohlen für den Ballsaal. Lassen Sie sich für diese edlen Schuhe unbedingt Schuhspanner mitgeben!
Jetzt sollten Sie sich zu zweit in aller Ruhe erzählen, welche Festsitten und Bräuche in Ihren Familien üblich sind. Überlegen Sie, was davon zu Ihnen paßt und was Sie lieber nicht möchten. Ernennen Sie aus dem engsten Freundeskreis einen Zeremonienmeister, der den Festablauf im Blick behält und Überraschungen der Gäste koordiniert. Mit diesem gemeinsam schreiben Sie einen Ablaufplan, in welchen Sie auch Pausen und die Wegezeiten zwischen den Festorten eintragen. Vorsicht: ein Auto mit Blumen auf der Kühlerhaube sollte nicht schneller fahren als 40 km/h.
A propos Auto: wie kommen Sie und die Gäste von Standesamt oder Kirche zum Ort der Feier? Für die Gäste können Sie Kleinbusse oder Großraum-Taxis bestellen, aber das Brautauto sollte etwas feineres sein.
Viele Brautpaare fragen sich ungefähr jetzt, ob sie den ganzen Aufwand überhaupt wollen. Manche zweifeln sogar den Entschluß zur Ehe an. Denken Sie an alles, was Sie an Ihrem Partner lieben, und sehen Sie Filme an wie „Harry und Sally“ oder „My Big Fat Greek Wedding“. Später sind Sie froh über den ganzen Aufwand!
Nehmen Sie sich gemeinsam einen freien Nachmittag und gehen Sie Ihre Ringe kaufen. Üblicherweise werden die Ringe in der für Sie passenden Größe angefertigt, die Gravur ist meist im Preis inbegriffen. Kaufen Sie zwei schmale Halsketten dazu: es ist nicht immer möglich, einen Ring am Finger zu tragen. Am Kettchen trägt man ihn dann trotzdem auf der Haut.
Noch 2 Monate
Die Zusagen häufen sich. Sind Kinder dabei, die als Blumenkinder passend wären? Sprechen Sie das Thema bei den Eltern an. Wenn Blumenkinder kleine Versionen von Brautkleid und Hochzeitsanzug tragen, dann geht die Anfertigung üblicherweise auf Kosten des Brautpaares. Ihr Brautmodengeschäft hat meist auch Kinderkleidung.
Blumen brauchen Sie auch: für die Blumenkinder, den Schmuck der Kirche, für das Festlokal. Sprechen Sie alles mit Ihrer Floristin ab. Auch sie sollte eine Stoffprobe des Brautkleides bekommen. Den Brautstrauß bestellt üblicherweise der Bräutigam – vielleicht sogar zwei Brautsträuße, einen zum „Werfen“ und einen zum Aufbewahren.
Für noch etwas ist der Bräutigam zuständig: sollten Sie Ihren Freunden zutrauen, das Schlafzimmer mit Luftballons zu füllen, Rosen ins Ehebett zu legen, die Dusche mit Wackelpudding auszugießen und das Sofa mit Herzkonfetti vollzustreuen, dann buchen Sie für die Hochzeitsnacht besser eine Suite im Hotel!
Besprechen Sie miteinander, ob Sie sich einen Junggesellenabschied und einen Damenabend genehmigen. Teilen Sie Ihren Freunden das Ergebnis mit!
Jetzt fehlt noch die Terminabsprache mit dem Fotografen. Viele bieten inzwischen an, einen Videofilm der Hochzeit herzustellen, wovon man Einzelbilder als Fotos bekommen kann. Fragen Sie danach.
Wann haben Sie eigentlich zum letzten Mal getanzt? Zur Auffrischung und für Nichttänzer gibt es Crashkurse in vielen Tanzschulen. Bei Ihrer Hochzeit werden alle sehen, ob Sie stolpern – das muß nicht sein.
Noch 6 Wochen
Besprechen Sie mit dem Restaurant das Menü und die Weine. Wenn unter den Gästen Leute sind, die Diät halten müssen, besprechen Sie das am besten direkt mit dem Koch. Gibt es ein Extramenü für die Kinder? Macht das Restaurant auch die Hochzeitstorte, oder bestellen Sie diese extra? Lassen Sie sich einen Raumplan mitgeben mit maßstabsgetreu eingezeichneten Tischen und Stühlen.
Wenn Sie einen Ehevertrag möchten, sollten Sie jetzt einen Notartermin vereinbaren.
Rufen Sie alle Eingeladenen an, die noch nicht zu- oder abgesagt haben. Anschließend geben Sie die Tisch- und Menükarten in Druck – vergessen Sie den Pfarrer nicht!
Noch 1 Monat
Das ist der Zeitpunkt für die große Kontrolle, denn jetzt sind Korrekturen noch möglich. Bestätigen Sie alle Termine (Standesamt, Kirche, Floristin, Fotograf, Musiker, Konditor für die Hochzeitstorte, Chauffeur, Autovermietung, Hotelzimmer für die Hochzeitsnacht, Flitterwochen). Sind alle Unterlagen vollzählig?
Verteilen Sie Aufgaben in Ihrem Freundes- und Verwandtenkreis. Wer fährt Sie zum Friseur? Wer schließt der Floristin die Kirche auf, wer führt eine Liste darüber, welches Geschenk von wem kommt? Wer hilft bei Auf- und Abbau des Polterabends? Wer nimmt die Geschenke im Auto mit nach Hause?
Für den Polterabend bestellen Sie bei Ihrer Müllabfuhr einen abschließbaren Kleincontainer, sonst kann es Ihnen passieren, daß jemand alle Scherben wieder auskippt und Sie neu fegen müssen.
Verabreden Sie drei Friseurtermine: die Probefrisur für die Braut (Schleier mitnehmen!), den Termin für den Bräutigam, die Hochzeitsfrisur. Auch ein Termin bei einer Kosmetikerin empfiehlt sich für die Braut, am besten kombiniert mit einer Maniküre: Alle werden die Ringe an Ihren Fingern bewundern, da sollten die Hände gepflegt sein.
Holen Sie die Ringe ab und probieren Sie sie an. Die Ringe können jetzt noch ohne Probleme enger oder weiter gemacht werden.
Probieren Sie beide auch Ihre Hochzeitsgarderobe an, samt aller Accessoires. Sollte das Kleid plötzlich um 5 Kilo zu eng geworden sein, machen Sie keine Blitzdiät, sondern lassen Sie lieber das Kleid weiter machen. Die nächste Zeit ist aufregend genug, da müssen Sie nicht auch noch Hunger und schlechte Laune haben. Denken Sie daran, die Schuhe einzutragen.
Nach den letzten Traugespräch mit dem Pfarrer (laden Sie ihn persönlich zum Fest ein!) wissen Sie Ihren Trauspruch, die Musik, die Evangelientexte – den ganzen Ablauf der Trauung. Geben Sie jetzt bei der Druckerei die Programmhefte für die Trauung in Auftrag.
Noch 3 Wochen
Telefonieren Sie mit den Klatschbasen der Verwandtschaft: sie müssen von jedem Eingeladenen wissen, was Ihn oder Sie besonders interessiert. Nach diesen Informationen stellen Sie die Sitzordnung zusammen. Dabei mischen Sie beide Familien und den Freundeskreis: alle sollen sich gegenseitig kennen lernen und einen interessanten Abend verbringen.
Sollten Sie zu Hautunreinheiten neigen, dann ernähren Sie sich die nächsten drei Wochen von viel Salat, Obst und Gemüse, gehen Sie spazieren und ins Solarium: Sie werden überrascht sein, wie gut Sie anschließend aussehen.
Gönnen Sie sich mal wieder einen ruhigen Abend zu zweit.
Noch 2 Wochen
Wenn Sie in einem Geschäft einen Geschenke-Tisch zusammengestellt haben, teilen Sie jenem Zeit und Ort der Auslieferung mit.
Übergeben Sie dem Restaurant ihren Sitzplan, die Platzkärtchen und die Menükarten. Besprechen Sie, wo im Raum ein Gabentisch stehen kann, wann die Anlage auf- und abgebaut wird, die Größe der Tanzfläche. Informieren Sie Ihre Musiker darüber!
Das Transportunternehmen sollte jetzt die genaue Anzahl der Sitzplätze erfahren, damit Kleinbus oder Großraum-Taxi alle mitnehmen können.
Probieren Sie mit Ihrem Friseur die Brautfrisur samt allen Haarschmucks, Ohrringen und Schleier. Schreiben Sie auf, wie lange das Frisieren dauert, und besprechen Sie den Ablauf des Hochzeitsmorgens.
Gönnen Sie sich einen Besuch bei der Kosmetikerin.
Noch eine Woche
Gehen Sie Ihre Listen noch einmal durch. Korrigieren Sie den Ablaufplan für die Hochzeit: an jedem Punkt brauchen Sie ½ Stunde Reserve. Besprechen Sie den Plan nochmals mit Ihrem Zeremonienmeister.
Haben Sie alle Papiere griffbereit? Die Ringe ebenfalls?
Versenden Sie Ihre Vermählungsanzeigen. Sie können statt dessen auch eine Annonce in die Tageszeitung setzen, falls Ihr ganzer persönlicher Umkreis im Einzugsgebiet dieser Zeitung wohnt.
Machen Sie eine kleine Probe mit den Blumenkindern. Viele Kinder erschrecken, wenn eine Orgel losdröhnt – der Organist sollte nicht sofort alle Register ziehen und die Kinder müssen auf große Töne vorbereitet sein.
Packen Sie die Koffer für die Hochzeitsreise ruhig ein paar Tage früher als sonst: jetzt ist Zeit dazu, später nicht mehr. Legen Sie die Reiseunterlagen vollständig dazu. Sie dürfen mit ihrem alten Personalausweis verreisen, auch wenn Sie bei der Hochzeit Ihren Namen ändern: der Ausweis bleibt gültig bis ein neues Exemplar ausgestellt worden ist.
Am Hochzeitsmorgen
Machen Sie sich klar: dies ist Ihr Tag. Ohne Sie geschieht heute nichts. Mit anderen Worten: Sie sind die einzigen, die heute zu spät kommen dürfen.
Sie müssen unbedingt frühstücken, und seien Sie auch noch so nervös: der Tag wird lang und Sie brauchen dafür eine gute Grundlage.
Legen Sie die Ringe und Papiere bereit. Packen Sie die Handtasche: etwas Make-up, Taschentücher, Kopfschmerztabletten, die Ersatzstrumpfhose.
Die Braut geht mit ihrer Mutter oder besten Freundin zum Friseur, läßt sich frisieren, ins Brautkleid helfen und schminken.
Der Bräutigam holt den Brautstrauß ab und macht sich ebenfalls fein. Er muß Taschentücher dabei haben und Bargeld als Trinkgeld für die Servicekräfte.
Und jetzt lassen Sie sich feiern!