Ohne Standesamt heiraten

Während die standesamtliche Trauung für die meisten Paare und ihre Gäste nur eine Formalie ist, kommen die tieferen Emotionen erst in der Kirche so richtig zum Vorschein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Standesamt einen eher kühlen, sachlichen Rahmen bildet. Außerdem greift der Standesbeamte bei seiner Ansprache oftmals auf standardisierte Redewendungen zurück und geht auf die rechtlichen und somit weniger romantischen Aspekte der Trauung und Ehe ein. Doch kann, beziehungsweise darf man, auf die standesamtliche Trauung verzichten?
 
Hat er sich vor dem Jahr 2009 noch dadurch strafbar gemacht, Paare auch ohne Nachweis einer vorher stattgefundenen, so genannten zivilen Ehe, kirchlich zu trauen, ist dies einem Pfarrer nach einer Gesetzesänderung mittlerweile erlaubt. Durch diese Gesetzesänderung wird also die kirchliche Trauung mit der standesamtlichen gleichgesetzt. Allerdings ist die kirchliche Trauung allein keine Eheschließung vor dem Gesetz – Sie und Ihr Partner erhalten lediglich Gottes Segen. Rechtsgültig ist Ihre Ehe erst dann, wenn Sie sich auch auf dem Standesamt das Eheversprechen gegeben haben. Dann entsteht übrigens auch erst Anspruch auf Unterhalt, Erbe, Zugewinnausgleich und andere Annehmlichkeiten, die bei einer rechtlich anerkannten Eheschließung gelten.

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