23.11.2017

von HDE ZA

Blumen und Heiraten – eine große Liebe

Eine Hochzeit ist einer der Anlässe im Leben, wo Blumen auf keinen Fall fehlen dürfen. Ein Brautstrauß macht eine festlich geschmückte Braut noch schöner und ist ein wichtiges Element des Outfits.

Blumen und Heiraten - eine große Liebe

Eine Hochzeit ist einer der Anlässe im Leben, wo Blumen auf keinen Fall fehlen dürfen. Blumen waren schon immer ein schmückender Bestandteil auf einer Hochzeit. Ein Brautstrauß macht eine festlich geschmückte Braut noch schöner und ist ein wichtiges Element des Outfits. Am schönsten Tag im Leben sind überall Blumen - und auch an jedem Hochzeitstag kann der Ehegatte seine Braut mit einem Blumenstrauß an diesen schönen Tag erinnern.

Hochzeit und Hochzeitstag

Was wäre eine Hochzeit ohne Blumen? Der ganze Tag steht im Zeichen der Freude und dem wollen wir mit Blumenarrangements in jeder Form Ausdruck verleihen. Der wichtigste Strauß des Tages ist der Brautstrauß, Blumenarrangements gibt es beim Standesamt sowie in der Kirche. In einer traditionellen kirchlichen Trauung streuen die Blumenkinder Blüten oder Blütenblätter vor das Brautpaar. Auf Auto oder Kutsche gehört ein weiteres Bouquet. Und natürlich sind auch die Tische auf der Hochzeitsfeier mit kleinen floralen Arrangements ausgestattet.
Ein weiteres Mal überwältigt sein kann eine Braut dann noch in der Hochzeitsnacht, wenn der Weg zum Bett mit Rosenblättern bestreut ist.

Auch wenn der große Tag vergangen ist und die Blumen schon längst verwelkt sind - auf unzähligen Fotos sind diese Blumen verewigt. Der Blumenschmuck ist meist bei der Braut, auch die Haare können mit einem kleinen Bouquet blumenverziert sein. Der Bräutigam trägt an diesem Tag eine Blume im Knopfloch.

Mit frischen Blumen am Hochzeitstag kann traditionellerweise der Gatte seiner Frau jedes Jahr aufs Neue seine Liebe ausdrücken. Mit einem Blumenversand funktioniert das auch dann, wenn der Partner nicht in der Nähe sein kann, weil er beispielsweise auf Geschäftsreise ist. Dann erfährt die Strohwitwe eine tolle Überraschung, wenn der Postbote einen liebevoll ausgewählten Blumenstrauß überreicht.

Florale Hochzeitsbräuche

Blumenschmuck bei einer Hochzeit ist schon lange Tradition. Es war dabei immer die Aufgabe vom Bräutigam, seiner Braut den Brautstrauß vor der Kirche zu überreichen. Nach der kirchlichen Trauung gibt es heute noch den Brauch des Brautstraußwerfens: Dabei versammeln sich hinter der Braut die unverheirateten Frauen und die Braut wirft den Strauß rückwärts in die Menge. Wer den Brautstrauß fängt, gilt als diejenige, die als nächstes heiraten wird.

Der Brautstrauß in seiner heutigen Verwendung hat seinen Ursprung zur Zeit der Renaissance. Damals hatte er weniger romantische als sehr praktische Gründe: Die Brausträuße zu dieser Zeit waren reine Duftsträuße. Die seinerzeit sehr vernachlässigte Körperhygiene sorgte während der Zeremonie für buchstäblich dicke Luft in der Kirche. Durch den guten Duft des Brautstraußes und den ausgiebigen Einsatz von Weihrauch bewahrte er manche Braut vor einer Ohnmacht während ihrer Trauung.

War die Braut Jungfrau, bestand der Strauß traditionell aus Myrte, bei einer zweiten Hochzeit aus Orangenblüten. Die Tradition des Kranzbindens war ein Ritual auf der Vorfeier einer Hochzeit, der später der Polterabend folgte. Dabei gab es auch einen Myrtenkranz für die Braut.

Sag es durch die Blume - weltweite Blumenrituale

Es gibt weltweit die unterschiedlichsten Bräuche und Rituale rund um eine Hochzeitsfeier. Sie haben fast alle immer den Zweck, Glück zu bringen und die Ehe unter einen guten Stern zu stellen. Dabei spielen auch immer wieder Blumen aber auch andere Lebensmittel eine Rolle.

  • Auch Männer können durch Blumen geschmückt werden. Der traditionelle Kopfschmuck eines pakistanischen Bräutigams ist eine Sehra, ein rituelles Arrangement aus Blumen und Perlen, der vor dem bösen Auge schützen soll.
  • In Schottland darf die Farbe Grün auf einer Hochzeit nirgendwo auftauchen. Diese Farbe ist einzig den Elfen vorbehalten. So darf auch beim Hochzeitsmenü nichts dergleichen vorkommen: Brokkoli, Salat oder Bohnen sind tabu. Einzig gestattete Ausnahme: Nur im Brautstrauß darf ein wenig Grün vorkommen.
  • In Rumänien wird der Brautkranz in die Krone eines hohen Baumes gehangen. Der Bräutigam sollte ein bisschen sportlich sein, denn es ist seine Aufgabe, den Kranz runterzuholen, um sie seiner Braut aufzusetzen. Diese Aufgabe hat er auf recht ungewöhnliche Weise zu erledigen: Seine Freunde und Verwandten bilden dafür eine Pyramide, die er erklimmen muss...

Die hiesige Tradition der Blumenkinder, die in der Kirche vor dem Brautpaar Blütenblätter streuen, stammt von einem heidnischen Brauch. Demnach soll der Blütenduft die Fruchtbarkeitsgöttinnen anlocken und dem Paar Nachwuchssegen bescheren.

Bedeutung und Symbolik von Blumen

Die Wirkung eines überreichten Blumenstraußes verfehlt selten seinen Zweck. Nicht nur zum Hochzeitstag kann ein Mann damit seine Gefühle ausdrücken. Es gibt für viele Gelegenheiten den richtigen Strauß - bei der Auswahl ist es ratsam, auf den Blumen-Knigge zu achten.

Blumen senden nonverbale Signale, jeder Strauß ist eine eigene Form der Mitteilung. Dabei sprechen die Größe, die gewählten Farbe und Blumensorten eine eigene Sprache. Die Bedeutung von Farben sollte nicht unterschätzt werden, denn selbst wenn die Auswahl der Blumen nicht bewusst ist, haben sie doch immer eine psychologische Wirkung, die zum Teil überliefert ist.

Einige Blumen haben eine besondere Wirkung in Brautsträußen und werden auch gemäß der Jahreszeit eingeflochten. Gerade in Kombination mit einer Farbe wird ihre Wirkung deutlich.

  • Weiß ist der Klassiker bei einer Hochzeit, steht diese Farbe doch für Unschuld, Reinheit und Ehrlichkeit. Weiße Rosen, Gerbera oder auch die zarten Maiglöckchen im Frühjahr wirken elegant bis verspielt. Vorsicht: Besser keine weißen Lilien, denn sie gelten als klassische Friedhofsblumen.
  • Rot steht für Leidenschaft und flammende Liebe. Rote Rosen sind das klassische Symbol einer Liebesbeziehung. Im Brautstrauß, als Bouquet oder auch verstreut in der Hochzeitsnacht genau das Richtige, wenn es wirklich rote Rosen regnen soll...
  • Rosa ist die zartere, romantischere Variante und steht für die Farbe des Herzens. Rosa verbindet die Reinheit von Weiß mit der Kraft des Rot. Man schwebt nicht umsonst auf rosa Wolken, wenn man verliebt ist. Durch diese Farbe werden Herzlichkeit und Schönheit vermittelt.
  • Braun lässt sich im Brautstrauß gut mit allen anderen Farben, vor allem mit Weiß, kombinieren. Diese Farbe steht für Bodenständigkeit, Natürlichkeit und Sicherheit.

Bei der Auswahl der Farben sollte immer das eigene Empfinden und der eigene Geschmack ausschlaggebend sein. Es dürfen ruhig die Lieblingsblumen der Braut bei der Hochzeit dominieren.