25.02.2017

von B° (MZ)

Perfekte Hochzeitsbilder mit und ohne Fotograf

Die meisten Menschen entscheiden sich dafür, ihre Hochzeit auf Fotos festzuhalten. So können auch Jahre später noch alte Erinnerungen aufleben.

Perfekte Hochzeitsbilder mit und ohne Fotograf 

Die Ehe ist die „Prosaübersetzung eines Liebesgedichtes“.

Alfred Bougeard

Die meisten Menschen entscheiden sich dafür, ihre Hochzeit auf Fotos festzuhalten. So können auch Jahre später noch alte Erinnerungen aufleben. Vor allem, wenn sich die Braut für ein Hochzeitsdirndl entscheidet oder andere besondere Kleider trägt, will man später Fotos davon haben. Die besten Fotos macht ein Hochzeitsfotograf, der die Hochzeitsgesellschaft am Tag der Hochzeit eine Zeit lang begleitet.

Was sind die Vorteile von einem Hochzeitsfotografen?

Ein Hochzeitsfotograf ist in der Lage, den Hochzeitstag in all seiner Bandbreite festzuhalten. Er benutzt dafür eine hochwertige Spiegelreflexkamera und kennt sein Handwerkszeug. Das sorgt für eine besonders gute Qualität der Bilder, wie sie von Verwandten und Freunden mit dem Handy kaum erreicht werden kann.

Der Profi hat die beste Technik

Nun gibt es natürlich auch Verwandte, die gut ausgerüstet sind und über sehr gute Digitalkameras verfügen. Manche haben vielleicht sogar eine Spiegelreflexkamera. Ein Fotograf kennt seine Kamera jedoch wie seine Westentasche. Er arbeitet täglich damit und verdient damit sein Geld. Er ist in der Lage, mit kleinen, technischen Tricks, viel mehr aus einem Bild herauszuholen und Stimmungen zu vertiefen oder zu erschaffen. Das gelingt zum Beispiel durch verschiedene Objektive.

Mit Einfühlungsvermögen zum Erfolg

Professionelle Fotografen wissen genau, welche Situationen sich zum Fotografieren eignen. Ihr Einfühlungsvermögen lässt sie im richtigen Moment den Auslöser drücken. Sie erkennen sofort gute und weniger gute Fotos und solche, bei denen sich eine spätere Nachbearbeitung durch moderne Technik durchaus lohnen würde.

Die Gesamtkonstellation ist entscheidend

Profifotografen sind längst über den Punkt hinaus, an dem sie nur ein scharfes Bild haben wollen. Hier geht es um viel mehr. Die Gesamtkonstellation der Objekte oder Personen auf dem Bild muss stimmen, was ein wenig Geduld erfordert.

Fotografen sind geduldige Beobachter

Professionelle Fotografen stehen oft Abseits der Hochzeitsgesellschaft und beobachten aus einiger Entfernung. Sie stehen nicht mitten drin und pflegen meist keine übermäßigen Kontakte zu Brautpaar oder Gästen. Durch diesen Abstand und die Beobachtungsgabe, liefern sie meist umfassendere Bilder, die das Gesamterlebnis am besten einfangen. Sie spüren genau, wann der richtige Zeitpunkt für ein Foto ist.

Hochzeitsfotografen fangen alles und jeden ein

Noch ein Grund, warum ein professioneller Fotograf ein viel objektiverer Bilderfasser ist als ein gewöhnlicher Hochzeitsgast: Gewöhnliche Hochzeitsgäste fotografieren vor allem Leute, die sie kennen, wodurch das Bild der Hochzeit etwas eindimensional wirkt. Ein Fotograf dagegen wird das Gesamtbild der Hochzeit ablichten.

Heirat ist nicht das „Happyend, sondern immer erst ein Anfang“.

Federico Fellini

Ok, Sie haben sich für einen Fotografen entschieden. Jetzt gibt es einige Dinge zu klären. Zum Beispiel stellt sich die Frage, wie viel ein Fotograf überhaupt kostet und wann dieser spätestens gebucht werden sollte. Die Kosten eines Fotografen lassen sich nicht pauschal benennen. Sie werden unter anderem von folgenden Faktoren bestimmt:

  • persönliche Erfahrung des Fotografen
  • Umfang der Leistungen
  • Dauer der Anwesenheit
  • Datum der Hochzeit
  • Anfahrtskosten

An Feiertagen und Wochenenden kostet ein Fotograf in der Regel mehr als unter der Woche.

Frühzeitig buchen

Der Fotograf sollte so früh wie möglich gebucht werden. Bestimmte Tage können sehr schnell ausgebucht sein, daher sind Buchungen von bis zu 15 Monaten im Voraus manchmal keine Seltenheit. Die genauen Kosten werden in einem persönlichen Gespräch vorab geklärt.

Geld sparen

Da ein Hochzeitsfotograf eine ziemlich teure Angelegenheit werden kann, können Paare mit einem knappen Budget an einigen Stellen Geld sparen. Zuerst einmal sollten sie vor dem Buchen diverse Fotografen miteinander vergleichen. Dann können sie sich dafür entscheiden, dass der Fotograf nur für einen bestimmten Zeitraum anwesend ist und nicht den ganzen Tag. Sie können sich gegen Zusatzoptionen, wie das Erstellen von Fotoalben, entscheiden. Außerdem müssen sie später nicht jedes Foto kaufen, sondern nur bestimmte.

Jeder Fotograf hat seinen persönlichen Stil

Neben dem finanziellen Aspekt gibt es noch einige andere Punkte, die Sie bei der Wahl des Fotografen beachten sollten. Jeder Fotograf hat seinen persönlichen Stil. Diesen präsentiert er Ihnen zum Beispiel im Schaufenster, auf seiner Homepage, in Proof-Books oder in kompletten Fotoreportagen.

Die Chemie muss stimmen

Ein ganz wichtiger Punkt ist auch das Verhältnis zwischen Brautpaar und Fotograf. Der Fotograf sollte den Gästen das Posieren so angenehm wie möglich machen, um eine entspannte Stimmung einzufangen. Aus diesem Grund hält er sich in vielen Fällen im Hintergrund. Das ist jedoch nicht immer möglich.

Was gibt es für Möglichkeiten?

Sehr stimmungsvoll kommen klassische Schwarz-Weiß-Aufnahmen daher. Wer ein wenig mehr Geld übrig hat, kann sich auch für eine Fotoreportage entscheiden. Bei dieser wird der Fotograf Sie den ganzen Tag über begleiten und nicht nur Fotos der Trauung und Feier machen, sondern auch ruhigere Momente einfangen. Eine weitere Möglichkeit bieten Online-Fotoalben, über die Verwandte und Freunde Abzüge bestellen können. Fragen Sie auch vorher nach, ob im Preis eine CD mit sämtlichen Negativen enthalten ist.

Der Vertragsabschluss

Persönliche Absprachen sind nicht bindend. Das ist nur ein schriftlicher Vertrag. Und der sollte gründlich gelesen werden. Vor allem auf folgende Punkte sollten Sie achten:

der Fotograf verpflichtet sich zu persönlichem Erscheinen

bei unverschuldeten technischen Fehlern kein Haftungsausschluss

Wer hat die Bildrechte und zu welchen Bedingungen?

Spartipp: Überlassen Sie dem Fotografen die Bildrechte und handeln Sie für die Bilder einen Rabatt aus.

Und vergessen Sie trotz großartiger Hochzeitsbilder niemals:

„Die Ehe funktioniert am besten, wenn beide Partner ein bisschen unverheiratet bleiben“.


Claudia Cardinale

Bilder ohne Fotograf

Auch wenn Sie sich gegen einen Fotografen entscheiden, können Sie auf Fotos schöne Hochzeitserinnerungen festhalten. Zur Not mit dem Handy. Heute hat fast jeder ein fotofähiges Handy. Die junge Generation besitzt in den meisten Fällen ein Smartphone mit sehr guter Kamera und ist in der Lage, damit perfekte Handybilder zu schießen. Mit den richtigen Kameraeinstellungen, lassen sich Handybilder deutlich verbessern.

Die Foto-Funktionen in Smartphones verbessern sich mit nahezu jedem neuen Modell. Mit Dual-Kameras, die über ein separates Weitwinkel- und Teleobjektiv verfügen, gelingen vor allem Portraitaufnahmen besser als früher. Smartphone-Besitzer sollten sich aber auch einmal diverse Kamera-Apps ansehen, die Bilder deutlich verbessern können.

Vorinstallierte Funktionen nutzen

Auch ohne Dual-Kamera und Apps bieten moderne Smartphones bereits nützliche Kamerafunktionen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • unterschiedliche Formate und Seitenmaße
  • HDR-Kontrastoptimierung
  • Selbstauslöser
  • Panoramabilder
  • integrierte Gesichtserkennung für Gruppenfotos und Selfies
  • Einstellungsmöglichkeiten für ISO-Zahl und Belichtungszeit

Gerade in dunkler Umgebung kann durch diverse Einstellungen das Fotoergebnis deutlich verbessert werden.

HDR-Modus bei starken Kontrasten

Der HDR-Modus steht für "High Dynamic Range" und sollte bei starken Kontrasten benutzt werden. Dadurch werden die Helligkeitsunterschiede weniger krass dargestellt und alles wird gleichmäßig ausgeleuchtet, wodurch auch eine detailreiche Wiedergabe möglich ist.

Niedrigen ISO-Wert bei schwachem Licht

Der ISO-Wert ist für die Belichtung des Bildes von wesentlicher Bedeutung. Daher muss er bei schwachem Licht deaktiviert und manuell eingestellt werden. Werte zwischen 100 und 200 sind in Ordnung. Das sorgt dafür, dass die Bilder weniger blass und körnig erscheinen. Achtung: Die Belichtungszeit verlängert sich dadurch. Nutzen Sie möglichst festen Untergrund oder ein Stativ. Längere Belichtungszeit lässt bewegte Motive möglicherweise verwischt erscheinen.


Makro-Modus für Nahaufnahmen

Für Nahaufnahmen sollte von Normal-AF auf Makro umgestellt werden. Dadurch verschiebt sich der Fokuspunkt der Kamera, wodurch auch kleine Motive, wie zum Beispiel Ameisen oder Wassertropfen, detailreich abgelichtet werden können.

Bildstabilisator für Actionfotografie

Der Bildstabilisator sorgt dafür, dass sportliche Events nicht verwackeln und scharf abgelichtet werden können. Das ist vor allem bei langer Belichtungszeit lohnenswert. Verfolgt die Kamera das bewegte Motiv oder werden Serienbilder gemacht, sollte der Stabilisator deaktiviert werden.


Zoomfunktion bei Handys

Mit ihren Weitwinkelobjektiven eignen sich Handys vor allem für Landschaftsaufnahmen. Sie machen auch gute Bilder von großen Innenräumen, wie sie bei Hochzeitsfotos häufig vorkommen. Wer etwas vergößern möchte, kann den digitalen Zoom benutzen, der jedoch für hohe Qualitätsverluste sorgt. Besser ist es da, möglichst dicht ran zugehen. 

Tipp: Kamera-Smartphones sind zwar etwa sperriger, haben im Gegensatz zu ihren handlicheren Verwandten jedoch einen optischen Zoom, der Objekte ohne Qualitätsverlust vergrößert.

Handybilder in Serie

Für Hochzeiten bieten sich Handybilder in Serie an. Die fangen zum einen die Dynamik wunderbar ein und zum anderen können Sie sich hinterher das beste Bild heraussuchen. Auch für Selbstportraits ist diese Funktion empfehlenswert.


Stativ und Selbstauslöser

Handy-Kameras haben immer noch mit schwierigen Lichtverhältnissen zu kämpfen. Bilder im Dunkeln, im Kerzenschein oder bei Sonnenauf- oder untergang werden am besten mit einem Stativ gemacht. Ansonsten ist eine sehr ruhige Hand nötig. Die Selbstauslöse-Funktion kann weiteren Wacklern vorbeugen.


Handybilder mit Apps aufhübschen


Open Camera 

Open Camera ist Open Source und eine der beliebtesten Kamera-Anwendungen für Android. Folgendes bietet die App:

  • Bildstabilisator
  • Timer
  • manueller Belichtungsregler
  • speichern im DNG/RAW Format

Snapseed 

Snapseed ist sowohl für Android als auch bei iTunes erhältlich und bringt folgende Features:

  • Gesichtserkennung
  • Korrektur von Verzerrungen
  • Beschneidefunktion
  • Einstellen von Helligkeit und Sättigung
  • Retroeffekte und mehr

Prisma 

Prisma ist kostenlos und macht aus Handybildern faszinierende Kunstwerke.

  • besonders bei Portraits und Selfies beliebt
  • bietet mehr als 20 Effekte
  • für Android und IOS erhältlich

Tipps für Portraitfotografie

Portraitaufnahmen und Selfies gehören zu den beliebtesten Handybildern. Damit diese wirklich gut gelingen, sollten einige Regeln beachtet werden:

  • ruhigen Hintergrund wählen
  • Portraitmodus und Gesichtserkennung einschalten
  • Gesicht ins Licht halten
  • nicht von unten fotografieren
  • Hintergrund ohne fremde Menschen
  • Serienbilder machen, um unvorteilhafte Schnappschüsse zu löschen
  • Apps nutzen für Retusche/digitales Schminken

„Die Ehe ist und bleibt die wichtigste Entdeckungsreise, die der Mensch unternehmen kann“.

Søren Kierkegaard

Instagram-Accounts und Hashtags

Ein neuer Trend sind Instagram-Accounts, auf denen Hochzeitsbilder hochgeladen werden, die dann von allen Gästen angesehen werden können. Manchmal werden an die Gäste auch Hochzeits-Hashtags verteilt. Wenn diese ihre Fotos dann auf Instagram und Co. veröffentlichen, werden die Bilder mit dem Hashtag gekennzeichnet

Wie Sie einen Hochzeits-Hashtag erstellen

1. Nutzen Sie Ihre Namen

Das können sowohl Ihre Vor- und Zunamen sein als auch die Spitznamen oder Namen, die Ihnen in Ihrer Jugend von Familie oder Freunden verpasst wurden.

2. Mit Zahlen von anderen abheben

Aktuell geistern so viele Hashtags durch das Internet, dass Ihr Hashtag, falls er nur aus Namen besteht, wahrscheinlich schon existiert. Deshalb sollten Sie Ihren Hashtag mit Zahlen von anderen abheben. Sie müssen dafür nicht irgendwelche Zahlen benutzen. Nehmen Sie ruhig das Hochzeitsdatum. Immerhin sollte sich jeder Hochzeitsgast den Hashtag gut merken können.

3. Wortspiele, Reime oder Synonyme kreieren

Denken Sie sich Reime, Wortspiele oder Synonyme für den Hashtag aus, damit er unvergesslich wird.

4. Keine Fehler

Wie wahrscheinlich ist es, dass der Hashtag falsch geschrieben wird? Überprüfen Sie ihn kritisch auf Schwächen und führen Sie bei Bedarf Änderungen durch.

5. Anfangsbuchstaben groß schreiben

Wenn Sie die Anfangsbuchstaben des Hashtags groß schreiben, bereitet das Lesen viel weniger Mühe und der Inhalt ist schneller verständlich. Beispiel: #MarvaUndHeinzHeiraten ist schneller verstanden als #marvaundheinzheiraten. Vor allem bei längeren Sätzen, Reimen und Wortspielen bietet sich das an. Die Gäste können später wieder alles klein schreiben, vernetzt wird es trotzdem.

6. Hashtag im Netz überprüfen

Um zu wissen, ob der Hashtag bereits von einem anderen Paar genutzt wird oder noch weitestgehend frei ist, sollten Sie ihn eingeben und schaue, wie viele Bilder angezeigt werden. Sind es nur wenige, die im besten Fall auch gar nichts mit einer Hochzeit zu tun haben, können Sie den Hashtag ohne Änderungen übernehmen. Finden sich jedoch unter dem Hashtag eine Menge Fotos von Frauen in weiß und Männern in schwarz, sollte der Hashtag geändert werden, da ihn offensichtlich schon ein anderes Paar benutzt.

7. Hashtag ändern

Beim Ändern des Hashtags reichen in der Regel kleinere Veränderungen aus. Nehmen Sie zum Beispiel statt einem bestimmten Buchstaben eine Zahl. Machen Sie aus einem E eine 3 oder aus einem A eine 4. Aus einem S können Sie wiederum eine 5 machen. Eine weitere Möglichkeit ist einfach die Namen zu tauschen und zum Beispiel statt #MarvaUndHeinzHeiraten einfach #HeinzUndMarvaHeiraten zu nehmen.

8. Hashtag bekannt machen

Sobald der Hashtag steht, sollte er so schnell wie möglich unter den Gästen verbreitet werden. Sehr praktisch ist es, ihn bereits auf die Einladungskarten zu drucken. Er kann auch bereits beim Junggesellenabschied verwendet werden. Am Hochzeitstag selbst, sollte noch einmal darauf aufmerksam gemacht werden. Legen Sie zum Beispiel kleine Zettelchen aus, auf denen der Hashtag vermerkt wurde.

Und nicht vergessen:

„Eine Hochzeit ist ein Ereignis, eine Ehe eine Leistung“. 

Deshalb sollten Sie immer an Ihrer Ehe arbeiten, um das Beste herauszuholen. 

Wilhelm von Kügelgen lebte von 1802 bis 1867, war Maler und Schriftsteller und wurde durch die „Jugenderinnerungen eines alten Mannes“ berühmt. Er sagte einmal

„Bei der Silbernen Hochzeit weiß man erst, was eine Ehe ist“.

Besondere Jubiläen verdienen auch besondere Geschenke.


Wie wäre es daher mit einem professionellen Fotoshooting zum 50. Hochzeitstag?