14.02.2017

von HDE (MZ)

Tipps zum Hochzeitstermin: So finden Paare das ideale Datum

Heiraten hat in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen und Paare suchen sich gerne spezielle Termine heraus. In der Vergangenheit waren dies oft Schnapszahldaten ...

Tipps zum Hochzeitstermin: So finden Paare das ideale Datum

Die Zahl der Eheschließungen hat den höchsten Stand seit 15 Jahren erreicht. Mehr als 400.000 Paare gaben sich 2015 das Jawort. Zuletzt knackten die heiratswilligen Paare im Jahr 2000 die 400.000er-Marke, wie ein Blick auf die Übersicht der Eheschließungen von 1950 bis 2015 zeigt. Heiraten hat in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen und Paare suchen sich gerne spezielle Termine heraus. In der Vergangenheit waren das zum Beispiel Schnapszahldaten wie der 09.09.1999, der 22.02.2002 oder der 08.08.2008. Auch in diesem Jahr gibt es ein Schnapszahldatum, das das Zeug zu einem gut gebuchten Heiratstermin hat: Der 01.07.2017. Es ist ein Samstag, dieser Wochentag bietet sich geradezu für eine Hochzeit an. Doch was ist dran am Mythos um Schnapszahl-Termine für eine Hochzeit?

Heiraten ist beliebt, auch bei jüngeren Generationen.

In einem Interview mit Klaus Kaim, Vizepräsident des Bundesverbands der Standesbeamten, zitiert die Süddeutschen Zeitung unter sueddeutsche.de

„Nehmen wir nur mal den 9.9.99: Gerade die Eheleute, die es an dem Tag am eiligsten hatten, unter die Haube zu kommen, haben sich dann oft nach kurzer Zeit auch wieder scheiden lassen. Daran merkt man, dass dieses besondere Datum viele unüberlegt handeln lässt.“ 

Schnapszahltermine sind also nicht unbedingt die beste Wahl, glaubt man den Statistiken. Dennoch können sie durchaus auch unter einem glücklichen Stern stehen. Denn wenn Paare sich wohlüberlegt auf diesen Termin einigen, ist dieser Termin so gut, wie (fast) jeder andere auch.

Die Erfahrung zeigt, dass Brautpaare auf einen großzügig bemessenen Vorlauf für ihre Hochzeit setzen sollten. Als Faustregel gilt: 12 Monate Vorbereitungszeit sind ideal.

Hochzeitstermin per Horoskop bestimmen

Wer ein wenig an die Kraft der Sterne glaubt, dem wird die Option, den Hochzeitstermin mittels Horoskop zu bestimmen, sicher gefallen. Bei Mein-wahres-Ich.de können Interessierte sich zunächst einmal über ihr Tages-, Wochen- und Monatshoroskop informieren. Die übersichtliche Darstellung der drei Themenbereiche Liebe, Gesundheit und Beruf zeigt unter Angabe von Prozentzahlen und Farben, wie es im Allgemeinen aussieht. Außerdem erfährt jeder, in wie weit die Kombination mit einem anderen Sternzeichen günstig oder weniger günstig geprägt ist. Das gibt einen ersten Hinweis auf das astrologische Zusammenwirken von zwei Tierkreiszeichen. 

Um herauszufinden, welcher Hochzeitstermin per Horoskop am besten passt, ist eine individuelle Beratung nötig. Dabei werden Geburtsdaten inklusive Zeitpunkt und Geburtsort beider Partner genau ausgewertet und zueinander in Beziehung gesetzt. Ein Astrologe ist anhand dieser Informationen in der Lage, einen günstigen Hochzeitstermin einzugrenzen. Doch Paare sollten realistisch bleiben: Der Hochzeitstermin allein macht noch keine glückliche Ehe. Beide müssen aktiv etwas dafür tun, auch wenn die Ehe unter einem astrologisch guten Stern geschlossen wurde.

 

Persönliche Daten als Hochzeitstermin nutzen

Unabhängig von den Sternen lassen sich Hochzeitstermine an Daten koppeln, die mit der persönlichen Situation zusammenhängen und eine ganz besondere Bedeutung haben. Manche Paare heiraten am Geburtstag der Braut, andere wählen den Tag, an dem sie sich kennenlernten. Wieder andere legen den Hochzeitstermin auf den Hochzeitstag der Brauteltern oder auf den Tag ihrer eigenen Verlobung. Jeder hat spezielle Daten, die im Leben eine besondere Rolle spielen. 

Auch hier gibt es ein „Aber“: Hochzeitstermine liegen am günstigsten an einem Wochenende, damit möglichst viele Gäste Zeit haben und bei der Hochzeit dabei sein können. Passt das nicht mit dem persönlichen Wunsch-Termin zusammen, sollten Brautpaare abwägen, wie wichtig ihnen dieser spezielle Termin ist und über eine Alternative nachdenken.

Wenn Herz und Verstand Hand in Hand gehen – die pragmatische Terminwahl mit Liebesfaktor

Eine weitere Möglichkeit den Hochzeitstermin festzulegen besteht darin, pragmatisch vorzugehen, ohne das Herz dabei zu vergessen. Die folgenden Ansätze haben sich vielfach bewährt.

Terminauswahl - Das sollten Brautleute bedenken

Jahreszeiten:

Wer draußen unter freiem Himmel feiern will, ist in den Sommermonaten Juli und August am besten aufgehoben. Für winterliche Hochzeiten sind Anfang Dezember oder Mitte/Ende Januar gut geeignet. Der klassische Hochzeitsmonat Mai ist in vielen Gemeinden schon sehr früh ausgebucht. Hier sollten Hochzeitspaare frühzeitig nachfragen.

Brückentage:

Brückentage bieten sich für eine Hochzeit an, weil dann viele Gäste frei haben. Auf der anderen Seite sind zahlreiche Lokale gerade an Brückentagen frühzeitig ausgebucht. Familie und Freunde nutzen einen Brückentag für einen Kurzurlaub. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Reservierung ratsam. „Save-the-Date-Karten“ sollten so früh wie möglich verschickt werden, damit die Gäste ihre privaten Pläne darauf abstimmen können.

Valentinstag

Vom romantischen Standpunkt her ist der Valentinstag eine perfekte Wahl. Von der Witterung her ist es allerdings eher schwierig. Im Februar ist es oft kalt und nass, Schnee, Eis und Regen machen auch die Anreise für die Gäste beschwerlich.

Feiertage:

Weihnachten oder Ostern sind romantische Termine für eine Hochzeit, für Gäste allerdings ist die Wahl ungünstig. Viele nutzen die Feiertage selbst für eigene Familienfeste, sodass das Risiko von Absagen höher ist, als bei anderen Terminen.

 

Kurzum: Feiertage und Brückentage bergen ein hohes Absagerisiko und sind erfahrungsgemäß keine gute Wahl. Wer sich trotzdem nicht davon abbringen lassen möchte sollte mit den Gästen vorher persönlich sprechen, die unbedingt mit dabei sein sollen. Sind diese Zusagen sicher, kann der Wunschtermin beim Standesamt fixiert werden.

Den Wettergott entscheiden lassen: Der Hundertjährige Kalender als Planungshilfe

Wer überhaupt keine Präferenzen für einen Hochzeitstag hat, kann einen Blick in den Hundertjährigen Kalender werfen. Dieser informiert über die zu erwartenden Witterungsbedingungen in den einzelnen Monaten. Das Jahr 2017 ist laut hundertjaehriger-kalender.com ein Sonnenjahr und gekennzeichnet durch Trockenheit und mittelmäßige Wärme. Das klingt als erster grober Rahmen ganz gut. Nach dem Hundertjährigen Kalender eignen sich die Monate Mai und August sowie der Herbst aufgrund der zu erwartenden sonnigen Wetterlage. Nach dem Sonnenjahr 2017 folgt 2018 das Venusjahr. Mit Blick auf die eingangs erwähnte Astrologie sowie einer empfehlenswerten Vorlaufzeit von 12 Monaten ist das Jahr 2018 vielleicht grundsätzlich die bessere Wahl. Wer sich etwas mehr Zeit lässt, hat außerdem die Möglichkeit, in Ruhe verschiedene Hochzeitsmessen zu besuchen, um sich inspirieren zu lassen.