18.04.2017

von HDE (MZ)

Nach der Hochzeit die richtige Steuerklasse wählen

In Deutschland gibt es in Sachen Steuer verschiedene Möglichkeiten, sobald man verheiratet ist oder sich in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft befindet.

Nach der Hochzeit die richtige Steuerklasse wählen

Wer in Deutschland heiratet, der hat bei der Steuer verschiedene Möglichkeiten: Je nach eigenen Einkommen kann man zwischen drei verschiedenen Steuerklassen wählen. Ebenso entscheidend für die Frage der Steuerklasse kann die Berücksichtigung der eigenen Kinder sein. 

In Deutschland gibt es in Sachen Steuer verschiedene Möglichkeiten, sobald man verheiratet ist oder sich in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft befindet. Insgesamt gibt es sechs Steuerklassen und als Ehe- oder eingetragener Lebenspartner kann man hier durchaus von einigen Vorteilen in Sachen Steuer profitieren. 

Die rechtliche Grundlage hierfür ist das sogenannte Ehegattensplitting. In vielen Fällen kann dies für einige Vorteile bei der jährlichen Berechnung für die Steuer sorgen. Sobald zwei Menschen sich das Ja-Wort geben, wird das Einkommen beider Personen addiert und durch zwei geteilt. Durch die Veranlagung wird lediglich eine Einkommenssteuer fällig, was in jedem Fall schon mal weniger Arbeit bedeutet. In Deutschland können lediglich eingetragene Lebenspartner und Ehepartner die Steuerklasse wählen. Je nachdem wie intelligent man hierbei handelt, hat man jeden Monat mehr Netto vom Brutto und somit letzten Endes mehr Geld im Portemonnaie. Wer sich in Zukunft eine größere Investition leisten möchte, sei es ein Urlaub oder eine neue Waschmaschine, der kann sich bei nicht ausreichendem Kapital auch einen Kredit beschaffen. Auf kredittestsieger.org kann man sich als Endverbraucher den besten Kredit sichern. Verschiedene Möglichkeiten stehen hier zur Verfügung und der Vergleich lohnt sich in jedem Fall. 

Steuerklasse nach der Heirat wechseln

In Deutschland ist es grundsätzlich so geregelt, dass Paare nach der Heirat in die Steuerklassen 4 wechseln, dies kann man allerdings anschließend ändern. Auch eine mehrfache Änderung an die aktuellen Gegebenheiten ist möglich. Dies gilt beispielsweise, wenn sich die Verhältnisse des Einkommens ändern. Ein Wechsel der Steuerklasse ist einmal im Jahr möglich, muss beim Finanzamt beantragt werden und gilt nach der Beantragung ab dem kommenden Monat. Der letzte Termin für das jeweils aktuelle Jahr ist der 30. November. 

Welche Steuerklasse ist letztendlich am besten?

Die Frage, welche Steuerklasse sich nun am besten auf das Verhältnis von Brutto-Netto auswirkt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die wichtigste Frage ist mit Sicherheit die Einkommenshöhe der beiden Partner: Verdient der Partner beispielsweise 50 Prozent und mehr, so ist eine Kombination aus den Steuerklassen 3 und 5 am sinnvollsten. Der Hauptverdiener zahlt in der Steuerklasse 3 weniger Steuern, während der Wenig-Verdiener bei einem geringeren Einkommen mehr zahlt. Bei der Steuerkombination 3 und 5 ist man als Paar verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben. Bei der Steuerkombination 4 und 4 wird der Splittingvorteil bereits im laufenden Jahr berücksichtigt. Dies ist bei 3 und 5 nicht der Fall. Auch in diesem Fall muss man als Paar eine Steuererklärung abgeben. Der Vorteil bei dieser Variante ist die Tatsache, dass es zu keinen hohen Steuernachzahlungen kommen kann. 

Fazit – Heiraten kann Vorteile bringen

Pauschal kann man zwar nicht sagen welche Steuerkombination die günstigere ist, denn jeder Fall sollte individuell von einem Profi geprüft werden. Jedoch können Veränderungen in den Steuerklassen für erhebliche Einsparungen in der Steuer sorgen. Als Paar muss man in jedem Fall eine Steuererklärung abgeben. Als Kombinationen sind die Steuerklassen 4 und 4 sowie 3 und 5 möglich. Jede Kombination bringt seine Vorteile mit sich, doch welche der Steuerklassen am Ende jedoch die passende Klasse für Sie persönlich ist, kann nicht pauschal beantwortet werden, da es hierbei auf viele persönliche Faktoren ankommt.