Gleichgeschlechtliche Eheschließung

Nach einem langen, mühsamen Kampf für die Gleichberechtigung homosexueller Partnerschaften, war es im Jahre 2008 endlich so weit: In der Bundesrepublik Deutschland ist es seither gleichgeschlechtlichen Partnern erlaubt, vor dem Gesetz zu „heiraten“. Aber kann man eine sogenannte Eingetragene Partnerschaft mit der herkömmlichen Ehe gleichsetzen? Und was ist überhaupt die Eingetragene Partnerschaft, im Volksmund häufig auch (abwertend) als „Homo-Ehe“ bezeichnet?

Ehe versus Eingetragene Partnerschaft

Im Grunde ist die Eingetragene Partnerschaft fast gleichzusetzen mit der Ehe zwischen heterosexuellen Partnern. Jedoch gibt es immer noch juristische Unterschiede, besonders im Verfassungsrecht und Einkommenssteuerrecht. Des Weiteren dürfen in Deutschland Eingetragene Partnerschaften gemeinschaftlich kein fremdes Kind adoptieren – dieses Recht ist Ehen und Einzelpersonen vorbehalten. Lediglich die Stiefkind-Adoption ist möglich. Das heißt, der eine Partner adoptiert als Stiefvater/Stiefmutter das für ihn/sie „fremde“ Kind des Partners.

Kirchliche Trauung

Ihrem allgemeinen Ruf gerecht werdend, schließt die katholische Kirche die kirchliche Trauung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften konsequent aus. In der evangelischen Kirche obliegt die Entscheidung, gleichgeschlechtliche Partnerschaften auch kirchlich trauen zu lassen, dem jeweiligen Geistlichen und dem Kirchenvorstand. Das heißt, generell ist eine kirchliche Trauung gleichgeschlechtlicher Partner möglich. Eine „echte“ kirchliche Heirat ist es allerdings nun doch nicht: Die Ehe wird bei einem homosexuellen Paar nicht in das Kirchenbuch eingetragen.

Formalitäten

Um eine Eingetragene Partnerschaft anzumelden, bedarf es der gleichen Formalitäten wie bei einer Eheschließung. Im Regelfall sind eine beglaubigte Abschrift des Geburtsregisters, eine aktuelle Bescheinigung des Melderegisters und ein gültiges Ausweisdokument dem zuständigen Standesamt vorzulegen. Ist einer der beiden Partner jedoch ausländischer Herkunft, bereits geschieden, verwitwet oder ähnliches, müssen gegebenenfalls andere oder weitere Dokumente vorgelegt werden. Darüber sollten Sie sich im Vorfeld erkundigen, da solche Sonderregelungen in einigen Bundesländern verschieden gehandhabt werden.

Hochzeitsforum Freie Trauung

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