Alterssicherung

(Vorsorge und Vermögensaufbau)

Für Ihre gemeinsame Zukunft nach der Hochzeit und ein unbeschwertes gemeinsames Leben sollten sie sich frühzeitig über die wichtigsten Versicherungen, Anlagen und Vorsorgemaßnamen informieren. Der Gang zu einem Fachmann ist dabei mehr als zu empfehlen.

Versicherungen

Wenn nach der Hochzeit aus zwei Haushalten einer wird, sollten Sie Ihre Versicherungen prüfen. Doppelt hält zwar sprichwörtlich besser, jedoch sind zwei Versicherungen für ein und denselben Zweck überflüssig und unnötig teuer.


Da Sie für die ganze Familie gelten, werden folgende Versicherungen nur einmal pro Haushalt benötigt:

  • private Haftpflichtversicherung
  • Hausratversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • Private Unfallversicherung

Jeder Haushalt benötigt eine private Haftpflicht- und eine Hausratversicherung. Darüber hinaus ist zur Schadenssicherung in juristischen Fällen auch eine Rechtsschutz-versicherung von Vorteil. Fällt Ihnen auf, dass Sie nach dem Zusammenziehen in die gemeinsame Wohnung einige Versicherungen doppelt haben und bezahlen, so können die jeweils zuletzt geschlossenen Verträge aufgehoben werden. Automatisch rutschen Sie in den älteren Vertrag hinein. Bei einer neuen Wohnung muss der Versicherer frühzeitig über die veränderte Wohnungsgröße informiert werden.

Risikovorsorgen

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet Ihnen Schutz bei Arbeits-, Wege- und Schulunfällen. Eine zusätzliche private Unfallversicherung gilt hingegen 24 Stunden, sieben Tage die Woche, weltweit und sichert Sie und Ihr Einkommen bei längerfristigen körperlichen Schäden ab. Sie kann optional auch mit Krankenhaustagegeld oder anderen Leistungen kombiniert werden. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gilt bei Krankheit, Unfall und Pflegebedürftigkeit, sichert Ihr Einkommen ab und schließt damit die Lücke, die die gesetzlichen Versicherungen offenlassen.

Eine private Zusatz-Krankenversicherung bewirkt den Anspruch auf eine bessere Versorgung im Krankenhaus sowie auf Zahnersatz. Auch der Pflegefall kann durch eine zusätzliche Versicherung abgedeckt werden.
Für Ehepartner ist zur gegenseitigen Absicherung eine Lebensversicherung zu empfehlen. Neben der reinen Risiko-Police gibt es die Möglichkeit der Kapital-Lebensversicherung, die sich auch zu einem Teil der privaten Rente erweitern lässt.

Private Altersvorsorge

Um sich finanziell für das Alter abzusichern, sollten Sie frühzeitig mit der Planung beginnen und sich dabei nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen!

Lassen Sie sich zuerst detailliert über die Möglichkeiten Ihrer Altersvorsorge und Vermögensaufbau von einem Fachmann, einem Vermögensberater beraten. Dabei geht es um Ihr Geld und da sollten Sie es mit einem vertrauensvollem Gegenüber zu tun haben.

Staatlich geförderte Altersvorsorgen

Nahezu unverzichtbar ist in der privaten Altersvorsorge für Arbeitnehmer die Riester-Rente. Vorteile dieses Modells sind die hohen staatlichen Zulagen und Steuervergünstigungen. Vor allem junge Familien mit Kindern wird häufig dazu geraten, da die Förderquote mit Kindern um einiges höher liegt als ohne. Die Beiträge sind zu 100 Prozent von der Steuer absetzbar, was sehr attraktiv für Arbeitnehmer mit einer hohen Steuerbelastung ist. Selbstständige profitieren von der Riester-Rente, wenn sie rentenversicherungspflichtig, also z.B. Arbeitnehmer sind oder Elterngeld beziehen.

Staatlich geförderte Altersvorsorgen

Bausparverträge, Altersvorsorgeverträge oder Wertpapiersparverträge sind sogenannte Vermögenswirksame Leistungen. Empfehlenswert ist dies vor allem für Arbeitnehmer; die Sparraten beim Altersvorsorgevertrag sind steuer- und sozialversicherungsfrei. Vorteile hat man beim mittelfristigen Zielsparen bei Bauspar- und Wertpapierverträgen.

Die betriebliche Direktversicherung ist ebenso staatlich gefördert. Bei dieser Form der Altersvorsorge, die es meist für Arbeitnehmer gibt, wird ein Teil des Bruttolohns unmittelbar in die Direktversicherung gegeben. Das spart außerdem Steuern und Sozialversicherungsbeiträge.

Die Rürup-Rente, oder auch Basisrente, richtet sich hauptsächlich an Feiberufler und Selbstständige. Größtenteils steuerfreie Beiträge machen sie auch für Angestellte und Beamte mit höherem Einkommen attraktiv.