Seil vor der Kirchentür

Nach dem Ja-Wort bei der Trauung zieht das Brautpaar aus der Kirche oder dem Standesamt aus. Aber so einfach sollen die ersten gemeinsamen Schritte dann doch nicht sein. Nach einem Brauch spannen Freunde ein Seil vor der Kirchentür.

Der Bräutigam muss, wenn er darüber steigt, bezahlen, um den Weg aus der Kirche freizukaufen. Die Tradition besagt, dass dies die erste Zerreißprobe für das Brautpaar darstellen soll. Eine weitere Version behauptet, dass sich die Brautleute damit von ihren Jugendsünden freikaufen, erst dann dürfen sie über das Seil steigen.

Noch eine andere Variante dieses Brauchs besagt, dass dies die erste Zerreißprobe für die Ehe versinnbildlichen soll. Das Seil möge dabei die Bösen Geister aufhalten.