Junggesellenabschied

An ihrem letzten Abend vor der Hochzeit „in Freiheit“ werden der zukünftige Ehemann bzw. die zukünftige Braut mit einer wilden und meist feucht-fröhlichen Feier in den Stand der Ehe entlassen. Der Junggesellen/ Junggesellinnen-Abschied sollte aus Rücksicht auf die Folgeerscheinungen eines solch ausgelassenen Events nicht, wie in anderen Ländern üblich, einen Tag, sondern bereits schon zwei bis drei Wochen vor der Hochzeit stattfinden.

Wer, was, wann, wie planen?

Organisiert wird der Abschied traditionell von den Trauzeugen und Freunden des zukünftigen Ehepaares. Planung und Organisation laufen hinter ihrem Rücken, um den Überraschungsmoment voll auskosten zu können. Getrennt voneinander zieht die Braut mit ihren Mädels und der Bräutigam mit seinen Jungs los. Ziel sind Kneipenviertel und Amüsiermeilen einer Stadt.

Trauzeugen und Freunde legen zusammen und organisieren ein witziges Kostüm für den Junggesellen und die Junggesellin, einen Bauchladen mit allerlei Krimskrams, wie Feuerzeuge, Kondome, Schnäpse oder ähnlichem und kleiden sich mit einheitlichen Shirts, damit sich das Abschiedsrudel auch von den Zivilisten unterscheidet. Haben sich dann die beiden Trupps getrennt voneinander auf den Weg gemacht, beginnt die Abschiedsprozedur. Die kostümierten Eheleute müssen allerlei witzige, ausgefallene und belustigende Aufgaben bewältigen und die Sachen aus dem Bauchladen an Passanten bringen. Mit dem Erlös wird der weitere Verlauf des Abends finanziert. Aufgrund der ausgelassenen Stimmung und vor dem Hintergrund, dass dies der letzte unabhängige Abend vor der Ehe ist, sollten sich die beiden Gruppen vorab besprechen, damit sich ihre Wege nicht kreuzen .

Die Geschichte des Abschiedsrituals

Der Junggesellenabschied hat eine lange Tradition. Sein Ursprung liegt im antiken Griechenland, bei den Spartanern. Vor allem in England und den USA hat er sich früh durchgesetzt. Die „Stag Night“ oder auch „Hen Night“, wie sie in England genannt wird, wurde früher beim Vater des Bräutigams veranstaltet. Dabei sollte aufs Genaueste geprüft werden, ob sich der Bräutigam mit den ehelichen Pflichten auskennt. Anders als heute fand dies in einem festlichen Rahmen mit Ansprachen statt. Heutzutage feiern ihn die Engländer wohl am ausgelassensten. Dort dauert dieses Ritual mehrere Tage und ist gespickt mit witzigen Spielchen und Aufgaben.
In Deutschland kam der Brauch des Junggesellenabschiedes erst später auf. Traditioneller Brauch war und ist der Polterabend am Abend vor der Hochzeit. Aber auch hierzulande gewinnt der Junggesellenabschied immer mehr an Bedeutung.

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