Brautschuhversteigerung

Die Brautschuhversteigerung ist einer der Bräuche, der die Haushaltskasse des Brautpaares etwas aufstocken soll. In geselliger Runde, meist zu etwas späterer Stunde, wird hierfür der Braut ihr Brautschuh geraubt. Der soll nun an den Mann, die Frau und am Ende an den Ehemann gebracht werden. Um die Stimmung richtig anzuheizen und die Geberlaune zu erhöhen, bedarf es eines wortgewandten Moderators. Er soll die Auktion und das Vorgehen richtig anleiten und den Preis in die Höhe treiben.

Der Moderator legt ein Startgebot fest, zum Beispiel fünf Euro. Wurde der Grundbetrag geboten, geht es weiter. „Wer bietet mehr als fünf Euro?“ Der nächste Bieter muss die Differenz vom aktuellem zu seinem Gebot aufstocken. Sagt er also „acht Euro“, so muss er drei Euro geben, um der Höchstbietende zu sein. Die Gebote werden immer direkt eingesammelt. Das übernimmt entweder der Moderator selbst oder eine Assistentin. Man kann das Geld in den Brautschuh werfen lassen oder sich ein anderes Gefäß besorgen, so kann der Brautschuh besser angepriesen werden.
Ziel ist es, den Preis möglichst weit in die Höhe zu steigern. Merkt man, dass die Gebote sich immer schwerer in die Höhe treiben lassen, so gibt der Moderator dem Trauzeugen oder den Brauteltern die Chance, das letzte Gebot abzugeben. Diese lassen sich dann den Brautschuh vom Bräutigam auslösen, damit Braut und Bräutigam noch lange miteinander tanzen können.

Der Erfolg der Auktion hängt maßgeblich vom Moderator ab. Zusätzlich könnte man auch noch einige Anreize für die Bieter einsetzen. So kann es zum Beispiel für jede runde Zahl (20, 30, 40 Euro) einen Kuss der Braut auf die Wange oder bei jeder Schnapszahl eine Runde Schnaps für alle geben.

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