Sitzordnung, Gästeliste und Tischvariationen auf Ihrer Hochzeit

Was wäre eine Hochzeit ohne die Liebsten? Allein um Familienstreitigkeiten vorzubeugen, sollten Sie Ihrer Gästeplanung eine hohe Priorität zukommen lassen, jedoch können bzw. sollten Sie sich mit der genaueren Planung etwas Zeit lassen. Denn von der genauen Zahl der Gäste hängt ein Großteil Ihrer Hochzeit ab, wie die Größe der Hochzeitslocation oder die Anzahl der Hochzeitsessen und Getränke.

Wie fange ich überhaupt an?

Erstellen Sie zuerst eine vorläufige Gästeliste. An dieser wird sich immer wieder etwas ändern.  Denken Sie auch immer daran: Natürlich ist ein wenig Feingefühl gefragt, wen Sie einladen und wen nicht, aber es ist Ihr Tag, an diesem stehen Sie im Mittelpunkt und den sollten Sie natürlich mit den Menschen feiern, die Sie wirklich dabei haben möchten.

Die Anzahl der Plätze auf Ihrer Gästeliste hängt auch von Ihrem Hochzeitsbudget ab. Erfragen Sie daher vorher schon in Ihrer Hochzeitslocation, welchen Preis Sie pro Kopf für die Bewirtung einkalkulieren können, dieser wird häufig unterschätzt. Wer jetzt nun unbedingt eingeladen werden sollte und bei wem es vielleicht nicht so tragisch ist, wenn er nicht kommt, hängt ganz von Ihnen ab. Setzen Sie Prioritäten! Natürlich hat die Familie bei solch einem Anlass einen anderen Stellenwert als vielleicht die neue Arbeitskollegin oder der Nachbar, der vor zwei Wochen neben Ihnen eingezogen ist.

Fangen sie dort, also im engsten Familienkreis, mit der Planung an! Wer darf auf keinen Fall fehlen? Von dort ausgehend ziehen Sie ihre Kreise. Wie weit diese gehen, hängt von Ihnen und Ihrem Budget ab! Um doch möglichst jeden, der Ihnen wichtig ist an diesem Ereignis teilhaben zu lassen, können Sie Ihre Gästeliste auch aufteilen. Laden sie zur Trauung nur Ihren engsten Familienkreis ein und feiern Sie im Anschluss dann in einer großen Runde, in der auch Arbeitskollegen oder die Freunde aus dem Sportverein dabei sind. Oder Sie feiern Ihren Polterabend im großen Kreis und die eigentliche Hochzeitsfeier mit der Familie.

Wie Sie es auch bewerkstelligen: Sie sollten nach getroffener Entscheidung zügig Ihre Hochzeitseinladungen absenden. Damit Sie nun endlich konkreter in Ihren Planungen werden können, setzen Sie eine Frist, bis wann Sie eine Antwort wünschen, wer kommt und wer leider nicht kommen kann. Sollte ein Platz im engeren Kreis frei werden, so kann dort auch jemand aus dem weiteren Kreis, der z.B. nicht zur Familie gehört, „nachnominiert“ werden.

Mit der genauen Gästezahl stellt sich die Frage: Wohin mit den einzelnen Gästen?

Die Sitzordnung

Die Planung der Sitzordnung steht allein schon wegen der Zu- und Absagen ganz am Ende der Hochzeitsplanung. Auch hier ist ein gewisses Feingefühl vonnöten, aber Sie können es sicherlich auch nicht jedem Gast recht machen. Generell ist es zu vermeiden, zerstrittene Personen direkt nebeneinander zu setzen.

Wenn Sie mutig sind, können Sie die Platzwahl den Gästen selbst überlassen, geordneter läuft es aber mit einer festgelegten Sitzordnung ab. Hilfreich sind dabei Platzkarten oder bei großen Gesellschaften Sitzpläne am Eingang. Sie kennen Ihre Gäste am besten, wer würde den Tag gut nebeneinander verbringen können? Das kann ein Familientisch sein, an dem die Familienmitglieder sitzen, oder auch Hobbys, die einen Gesprächsstoff liefern. Auch wenn sich Sitznachbarn nicht kennen, eine Gemeinsamkeit haben sie immerhin: die Bekanntschaft mit Ihnen.

Das Brautpaar ist der Mittelpunkt des Tages, auch bei der Sitzordnung! Traditionell sitzen die Brauteltern neben ihr und die Eltern des Bräutigams neben ihm. Sie sitzt dabei rechts von ihm.

Bei einer Hochzeit mit vielen Kindern empfiehlt sich ein Kindertisch. Dort können sie miteinander spielen und mit Malen, Basteln und Co. beschäftigt werden.

Achten sie auf Bewegungsfreiheit für Gast und Bedienung. Tische und Stühle sollten nicht zu eng aneinander stehen. Es sollte genügend Platz für eine Tanzfläche sowie das Unterhaltungsprogramm, Musikband oder DJs sein. Setzen Sie ältere Gäste nicht direkt vor ohrenbetäubende Lautsprecher oder Durchgänge. Sie sollten jedoch auch nicht quer durch den ganzen Saal zur Toilette oder dem Buffet laufen müssen.

Die Anordnung der Tische in der Hochzeitslocation hängt ganz von der Größe Ihrer Hochzeitsgesellschaft ab. Sie können sich für Einzeltische für vier bis acht Personen oder Tischformationen entscheiden. Jede Vatiante hat Ihre Vor- und Nachteile. Es gilt immer: Das Brautpaar steht im Mittelpunkt, sollte dort auch sitzen und von allen gesehen werden. Bei länglichen Tischen ist das die Mitte der Längsseite. Reihenformationen sind daher eher ungeeignet.

Die U-Form bietet in der Mitte Platz für Hochzeitsspiele oder eine Tanzfläche. Bei der M-Form sollten sie darauf achten, dass die innen sitzenden Gäste noch genügend Platz haben, um problemlos zum Buffet oder dem stillen Örtchen zu gelangen und sie auch leicht von den Bedienungen erreicht werden können. Besonders für kleinere Gesellschaften ist die T-Form gut geeignet.

Denken Sie immer daran: Sie können es bestimmt nicht jedem hundertprozentig recht machen, aber warum sollten Sie das auch, es ist schließlich Ihr Tag!