Herz ausschneiden

Vor der Kirche nach der kirchlichen Trauung, dem Standesamt oder der Hochzeitslocation wird das Brautpaar mit einem riesigen Herzen, das auf ein Bettlaken gemalt wurde, begrüßt. Am Tag der Hochzeit führt für das Brautpaar kein Weg an ihm vorbei - nur durch es hindurch.

Dafür liegen auch schon zwei, vorzugsweise stumpfe, kleine Scheren bereit. Das können Bastel- aber auch Nagelscheren sein. In feinster Handarbeit müssen Braut und Bräutigam das Herz nun ausschneiden - jeder eine Hälfte. Haben sie diese erste Aufgabe als kleines Hochzeitsspiel am Tag der Hochzeit in ihrem jungen Eheglück gemeistert, so kommt Nummer zwei. Der Bräutigam muss seine Angetraute durch das Herz tragen. Dies soll die ersten gemeinsamen Schritte nach dem Ja-Wort symbolisieren.

Es wird auch behauptet, dass derjenige, der seine Hälfte zuerst ausgeschnitten hat, in der Ehe das Sagen haben wird. Das Wetteifern kann aber auch noch beim Anschneiden der Hochzeitstorte entschieden werden.

Alternativ kann dieser Hochzeitsbrauch etwas abgewandelt werden. Anstatt zu schneiden, kann man das Paar gemeinsam und mit verbundenen Augen das Herz auf ein Laken malen lassen. Hier ist aber höchste Vorsicht für das Brautkleid geboten! Rot und Weiß harmonieren zwar gut miteinander, sind als Flecken auf dem Brautkleid aber nicht so gerne gesehen.

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